Experimente im Küchenlaboratorium

Es kommt vor, dass ich keine Lust habe einzukaufen. Vielleicht regnet es oder mein Geldbeutel ist leer. In solchen Fällen öffne ich die Kühlschrank- und Voratsschranktüren und informiere mich über deren Inhalt. Dann wird die Küche zu meinem Laboratorium. Was bei solcherlei Experimenten heraus gekommen ist, möchte ich hier für die geneigten Leser dokumentieren. Keine Angst - bislang war noch alles essbar und vergiftet habe ich auch noch niemand.

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Standort: Baden - Württemberg, Germany

11.5.11

Lachs in Tomatenmarmelade

Für 2 Personen:
2 Lachsfilets
3 Tomaten
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zweig Rosmarin
1 El Tomatenmark
ein paar Stängel Thymian
frischer Oregano und Basilikum, nicht zu fein gehackt
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Tomaten mit kochendem Wasser brühen, schälen. In nicht zu kleine Würfel schneiden.
Zwiebeln hacken, Knoblauch mit Salz zerdrücken. Zwiebel in Olivenöl glasig dünsten, zerdrückten Knoblauch, Tomatenmark, geschnittene Tomaten, Rosmarin und Thymian zugeben, salzen, pfeffern.
Lachsfilet darauf setzen, salzen, zugedeckt garen lassen.
Tomatenmarmelade mit Salz und Pfeffer abschmecken, ganz zum Schluß Oregano und Basilikum darunter mischen, nicht mehr kochen lassen damit die Blättchen grün bleiben. Rosmarinzweig und Thymianstängel herausfischen. Nach Wunsch mit frisch geriebenem (!) Parmesan servieren.

Bei uns gab es Spargel dazu.

8.8.07

Backofenkartoffeln mit Gemüse

Zutaten für 2 Personen:
1 Rosmarinzweig, 4 EL Olivenöl 400 g fest kochende Kartoffeln, Salz (bevorzugterweise Fleur de Sel), 1/2 Aubergine, 2 Knoblauchzehen, 2 Schalotten, 200 g rote Paprikaschoten, 100 g Zucchini, 2 EL Balsamessig, 1/8 l Gemüsebrühe, frisch gemahlener Pfeffer, 1/2 Bund Thymian, 100 g Cocktail-Tomaten.
Zubereitung:
Rosmarin abspülen, trocken tupfen, grob hacken und mit Olivenöl verrühren. Kartoffeln gründlich unter kaltem Wasser abbürsten, längs halbieren oder vierteln (je nach Größe), in eine Schüssel schmeißen und mit der Hälfte des Kräuteröls und Salz vermischen. Die Kartoffeln auf einem Backblech oder in einer Auflaufform verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad, Umluft 170 Grad, Gas Stufe 3 etwa 30 Minuten garen. Zwischendurch einmal wenden. In der Zwischenzeit die Aubergine abspülen, trocken tupfen und in grobe Stücke schneiden. Mit Salz bestreuen, etwas stehen lassen und dann ausdrücken. Mit 1 EL Kräuteröl in einer Schüssel vermischen und in einer heißen Pfanne anbraten. Knoblauch und Schalotten abziehen und in Scheibchen schneiden. Paprikaschoten putzen, entkernen, vierteln und in Stücke schneiden. Zucchini abspülen, halbieren und in Scheiben schneiden. Alles mit dem restlichen Öl und Salz vermischen zu den Kartoffeln auf das Backblech geben. Balsamessig, Brühe, Salz und Pfeffer darüber geben. Den Thymian abspülen, trocken tupfen und über dem Gemüse verteilen. Im Backofen etwa 25 Minuten garen. Cocktail-Tomaten waschen, über das Ofen-Gemüse verteilen und noch etwa zehn Minuten weiter garen.
Für Nicht-Veganer gibt es dazu einen Käsedip:
50 g Feta-Käse, 75 g saure Sahne, 75 g Vollmilchjoghurt, etwas Limettensaft und Thymianblättchen mittels einem kleinen Mixer oder Mixstab vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

23.3.07

Fenek Moqli Bit-Tewm U Nbid

Zutaten (4 Portionen):
1 Kaninchen, 1 Zwiebel, 300 ml trockenen Rotwein, 1 TL Tomatenmark, 8 Knoblauchzehen, 1 Lorbeerblatt, 1 Rosmarinzweig, 1 Prise Thymian, Olivenöl, Salz, Pfeffer.
Zubereitung:
Zerteilen Sie das Kaninchen und braten Sie alle Stücke (auch Kopf und Leber) von allen Seiten kräftig in heißem Öl an.
Legen Sie das Fleisch dann in einen Bräter und salzen und pfeffern Sie es. Betreuen Sie alles mit Thymian.
Enthäuten Sie die Zwiebeln und hacken Sie sie fein. Braten Sie die Zwiebelwürfel in einer Pfanne zusammen mit den ganzen Knoblauchzehen an und löschen Sie mit Rotwein ab. Geben Sie dann ein Lorbeerblatt bei und fügen Sie den Rosmarin hinzu. Rühren Sie nun das Tomatenmark ein. Lassen Sie dann alles 10 Min. köcheln.
Gießen Sie die Sauce über das Kaninchenfleisch. Schmoren Sie dann alles bei schwacher Hitze ca. 1 Stunde.

Maltesische Kaninchenpastete

Zutaten:
1 Kaninchen, 200 g Erbsen, 1 kg Blätterteig, 200 g Zwiebeln, 50 g Tomatenpaste, 3 Eier, Olivenöl, Fleischbrühe, Pfeffer aus der Mühle, Salz.
Zubereitung:
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, das Kaninchen in kleine Stücke schneiden und bei nicht zu starker Hitze im Öl braten, bis es goldbraun ist. Die Erbsen, die Zwiebeln, das Tomatenmark und die Fleischbrühe zugeben und so lange simmern lassen, bis das Fleisch sich leicht von den Knochen lösen lässt. Die Pfanne vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen, das Fleisch vom Knochen lösen, in die Mischung zurückgeben und die Eier unterrühren. Den Blätterteig zu 2 Kreisen ausrollen. Einen in eine mit Butter eingefettete Pastetenform legen, die Kaninchenmischung darauf geben und mit dem zweiten Teig-Kreis verschliessen. An den Rändern gut andrücken und mit ein wenig Eigelb bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei mittlerer Hitze backen, bis der Teig goldbraun ist.

5.10.06

Taglioline al Tartufo mit Pilz-Pesto

200 g Taglioline al Tartufo (einfache Spaghetti tun`s natürlich auch)
2 Shitake-Pilze, getrocknet
ca. 6 Morcheln, getrocknet
Eine kleine Handvoll Steinpilze, getrocknet
2 kleine Lauchzwiebeln,
3 getrocknete Tomaten
3 El Pesto rosso
Olivenöl
frischer Basilikum, gehackt,
frisch geriebener Parmesan.

Die Pilze zusammen mit den Tomaten mindestens 20 Minuten einweichen.
Anschließend Tomaten und Pilze in möglichst kleine Würfel schneiden.
Die Lauchzwiebeln in Röllchen schneiden und in Olivenöl andünsten. Die kleingeschnittenen Pilze und Tomaten dazu geben, mitdünsten.
Zwischenzeitlich die Nudeln nach Packungsangabe garen.
Das Pesto, gegebenenfalls zusammen mit noch etwas Olivenöl, unterrühren, erhitzen.
Das Basilikum unterrühren, ein paar Blättchen zum garnieren zurück behalten.
Die inzwischen gegarten, abgeschütteten Nudeln dazu geben, umrühren.
Portionsweise auf Pastateller verteilen, den Parmesan und restliche Basilikumblättchen darüber streuen.

29.9.06

Rotbarsch auf Honig-Gemüse und Zitronenöl-Soße

Die Zutaten für das Gemüse sind variabel, je nach dem was sich so findet.
Ich hatte für 2 Personen:

2 kleine Zwiebeln
1 Zucchini, gewürfelt
1 dicke Möhre, gewürfelt
1/4 Stück Sellerie, gewürfelt
120 gr gelbe Linsen
Thymianzweige
2 TL Honig
300 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Olivenöl

2 Rotbarschfilets à ca. 100 gr, oder mehr, oder weniger, je nach Appetit
Zitronenpfeffer
Meersalz mit Algen
1 Zitrone, ausgepresst
1 Teelöffel Fenchelsamen
1 Schuß Pernod o.ä. Anisschnaps
Limonen-Olivenöl

Das Gemüse ohne die Linsen in Olivenöl andünsten, den Honig dazu und leicht karamelisieren, mit der Brühe aufgießen und die Linsen dazu geben, den Thymian nicht vergessen. Garen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, dauert ungefähr 15 Minuten. Gelbe Linsen sind schnell gar und müssen nicht eingeweicht werden.

Den Rotbarsch mit dem Zitronenpfeffer und dem Algensalz würzen. In dem Limonen-Olivenöl mit dem Fenchelsamen von jeder Seite ca. 3 Minuten sanft anbraten. Mit einem Schuß Pernod ablöschen. Fisch auf dem Gemüse anrichten. Zitronensaft in die Pfanne gießen und eventuell entstandenen Bratensatz damit lösen. Über den Fisch kippen.

Gschmeckt hats.

14.9.06

Überbackene Ratatouile-Nudeln - oder: "Wasgraddaistüberbacken"

Das ist so typisch für mich. Wenn ich keine Idee habe, gibt es oft "Wasgraddaistüberbacken".

Ich verzichte auf Mengenangaben, weil Menge und Art der jeweiligen Gemüse variabel sein können und jder selbst weiß, wieviel dass er essen will und kann.
Ich selbst kramte aus Kühl-und Vorratsschrank:

Paprikaschote,
junge Zucchinis,
Aubergine,
gegarte Bohnen von gestern
Tomaten,
Tomatenmark,
Schalotten,
Knoblauch,
geriebener Emmentaler,
Sahne,
Spiralnudeln,
Provence-Kräuter,
Salz, Pfeffer,
Olivenöl

Zunächst habe ich die Tomaten in kochendes Wasser geschmissen, wieder rausgeholt, abgeschreckt, ihnen die Haut abgezogen und das Fleisch gewürfelt. Muss nicht sein, kann man auch bleib en lassen, wenn die Haut nicht stört.
Dann die Schalotten und den Knoblauch gehackt und das Gemüse Würfel geschnitten.
Zunächst habe ich Zwiebeln und Knoblauch im Olivenöl angedünstet, dann das Gemüse dazu gegeben.
Zum Schluss die zerkleinerten Tomaten und Tomatenmark. Provence-Kräuter, Pfeffer und Salz dazu. Deckel drauf, garen lassen. Die schon gekochten Bohnen wurden natürlich zum Schluss drunter gerührt.
In der Zwischenzeit kochen die Nudeln in sprudelndem Meersalzwasser vor sich hin bis sie "al dente" sind.
Das Gemüse pikant abgeschmeckt, die Nudeln darunter gerührt, alles in eine geölte Auflaufform, Käse darüber, etwas Sahne drauf und ab in den Backofen, bis alles goldraun ist.

Guten Appetit!

Ach ja: Nein, ich bin nicht Vegetarierin.

31.8.06

Suppen/Brühwürfel selbstgemacht

Es gibt Leute, die sind tatsächlich der Meinung, dass man ohne Soßenpulver und Suppenwürfel fast nicht auskommt.
Stimmt, geht mir auch so.
Aber da ich eine Verfechterin der möglichst natürlichen Ernährung, bzw. der naturbelassenen Nahrungsmittel bin, mache ich meine "Brühwürfel" selbst.
Zugegeben, das ist für den Moment ein bißchen Arbeit, aber es lohnt sich. Man hat lange daran und weiß, was drin ist. Wenn man sich dann ausrechnet was das Ganze kostet, kommt man zu dem Schluß, dass selbermachen doch noch billiger ist.
Probiert es doch mal aus.

So gehts:

1 kg gemischtes Hackfleisch
2 Karotten, gewürfelt
1 Staudensellerie, gewürfelt
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
3 Knoblauchzehen, gehackt
500 g grobes Meersalz
Salbeiblätter
Rosmarin
2 Lorbeerblätter
Das Hackfleisch in Pflanzenöl (ich nehme Oliven- und Rapsöl) kräftig anbraten. Die Karotten, den Staudensellerie, die Zwiebel und Knoblauchzehen, sowie frische Salbeiblätter, den frischen Rosmarin und die 2 Lorbeerblätter dazugeben und mit einem Schuß Rotwein ablöschen (Alkohol kann auch wegbleiben, dann einfach Wasser nehmen). Das Meersalz hinzufügen, unter ständigem Rühren ca. 30 Minuten einkochen. Das Ganze dann pürrieren. Die Masse sollte eine ähnliche Konsistenz wie Tomatenmark haben. Brühwürfelmasse entweder in Eiswürfelbehältern einfrieren, so dass sie portionsweise entnommen werden kann oder sehr heiß in kleine Schraubdeckelgläser füllen. Wer ganz sicher gehen will, kann die Gläser einkochen. Nach dem Öffnen der Gläser darauf achten, dass die Brühwürfelmasse immer mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedeckt ist (zur längeren Haltbarkeit).
Die Brühe ist zwar nicht so glasklar wie die gekaufte, aber sie schmeckt und man hat eine Grundlage für Suppen, Soßen und zum würzen.